Tips und Tricks:

Spurweiten: Hier eine kleine Übersicht aller gängigen Spurweiten:

Nenngrößen

Maßstab

Spurweite (mm)

2m / G

1:22,5

45

1

1:32

43

0

1:45

32

0m

1:45

22,5

00

1:76

19 / 16,5

EM

1:76

18

H0

1:87

16,5

H0m

1:87

12

H0n3

1:87

10,5

H0e

1:87

9

H0n2

1:87

7

TT

1:120

12

N

1:160

9

Z

1:220

 6,5

Wegweiser durch die Epochen der Eisenbahn

 

Eisenbahnepochen
Aufgrund von bedeutenden eisenbahngeschichtlichen
bzw. politischen Ereignissen sind die Epochen II und III
jeweils mit den Buchstaben a, b, c bzw. a, b unterteilt.
Epoche I
bis ca.1925
Die Zeit der Länderbahnen K.P.E.V.
(Königlich Preußische Eisenbahn Verwaltung)

Die Epoche I beginnt mit der ersten Fahrt einer Dampflok um 1805 und ist somit die "Geburtsepoche" der Bahnen. Die
ersten Eisenbahnen fuhren auf englischen Kohlezechen und stellten somit den Gütertransport sicher. Erst in der Mitte des
19. Jh. endeckte man die Eisenbahn auch als Personentransportmittel. Die erste deutsche Eisenbahn fuhr am 07.
Dezember1835 zwischen Nürnberg und Fürth. Die Lokomotive "Adler" stammte aus der Schmiede des britischen
Dampflokkonstrukteurs Robert Stephenson, da in Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch niemand Lokomotiven bauen
konnte. Nach dem Siegeszug der "Adler" entwickelten sich bald darauf in allen deutschen Staaten Eisenbahnnetze, die unter
der Hoheit der jeweiligen Landesfürsten gebaut und betrieben wurden. Dies führte zu einem recht bunten Erscheinungsbild
des Fahrzeugparks. Die fortschreitende Industrialisierung in Deutschland förderte auch die Stahlindustrie und legte damit
einen bedeutenden Grundstein für die Entstehung des deutschen Lokomotivbaues. Borsig, Thyssen und Krupp wurden auf
diesem Gebiet zu Monopolisten. Bedingt durch die deutsche Kleinstaaterei war jedoch die Vernetzung der Eisenbahnlinien
erschwert. Erst nach der deutschen Einheit und der Gründung des Kaiserreiches 1871 verbesserte sich die Situation.
Im deutsch-französischen Krieg 1870/71 übernahm die Eisenbahn den Truppentransport und verhalf damit zum Sieg, da der
deutsche Aufmarsch wesentlich schneller ablief, als der der Franzosen. Im 1. Weltkrieg war der deutschen Eisenbahn diese
Schlüsselrolle nicht mehr gegeben. Auch die anderen europäischen Staaten hatten nun auf die Eisenbahn als
Transportmittel gesetzt. Zwei Jahre nach Ende des Krieges wurden die deutschen Eisenbahnen verstaatlich und
vereinheitlicht. Mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft (DRG) am 01. August 1920 wollten die Politiker
der Weimarer Republik den gesamten Betrieb vereinheitlichen. Jedoch litt die Bahn in der Folge unter den
Reparationsabgaben an die Aliierten und der beginnenden Inflation. Die Situation besserte sich erst nach der
Währungsreform 1923.
Epoche II a
1925 bis ca 1930
Deutsche Reichsbahn Gesellschaft DRG

Nach der Gründung der DRG (1924) begann die Bildung großer Staatsbahnverwaltungen in den deutschen Ländern. Die
verschie denen Bau- und Betriebsvorschriften wurden weitgehend vereinheitlicht, und es wurden weitreichende Normen im
Fahrzeugbau erlassen. Die sogenannten "Einheitsloks" wurden eingeführt. Durch die Normierung von Baugruppen wurden
Bau und Wartung erheblich vereinfacht. Der Technische Überwachungsverein "TÜV" entstand. Die Zuständigkeit lag in der
Überprüfung der Dampflokkessel. Die teilweise recht bunte Lackierung der Länderbahnloks wich der einheitlichen
schwarzen "Reichsbahn-Lackierung". Die 20er Jahre brachten auch der Eisenbahn den technischen Fortschritt. Die DRG
experimentierte bereits mit dem elektrischen Zugbetrieb. Jedoch lag die Hauptlast weiter auf den Dampfloks, da diese
flexibler eingesetzt werden konnten, und die elektrischen Oberleitungen im Kriegsfalle ein leichtes Angriffsziel dargestellt
hätten. Dieser Entscheidung sollte ab 1939 mit Beginn des 2. Weltkrieges eine entscheidende Bedeutung zukommen. Im
Jahre 1930 stellte die Reichsbahn ihr Nummernschema für Loks und Wagen um. Mit diesem Schritt endet die Epoche II a.
Epoche II b
1930 bis 1945
Deutsche Reichsbahn Gesellschaft DRG

Im Jahre 1930 stellete die DRG ihr Nummernschema für Loks und Wagen auf ein einheitliches System um. Alle Wagen
gleicher oder ähnlicher Baureihen wurden in einheitlichen Baureihen zusammengefaßt und entsprechend umgezeichnet.
Gleichzeitig wurden ältere Loks und Wagen ausgemustert und durch Neubauten ersetzt, was eine wesentliche
Modernisierung der DRG zur Folge hatte. Die 4. Wagenklasse wurde abgeschafft, viele Länderbahnbaureihen verschwanden.
Die Reichsbahn wurde immer mehr von der nationalsozialistischen Regierung beeinflußt, wenn sie sich auch stets bemühte
eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten. Im Jahre 1935 feierte Deutschland den 100. Jahrestag der Fahrt des Adler.
Dennoch machte der Rassenwahn Hitlers auch vor der Reichsbahn nicht halt. Jüdische Beamte wurden aus ihren Posten
verdrängt und durch Deutsche ersetzt. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges kam der Eisenbahn, wie schon 1914, eine
kriegswichtige Bedeutung bei. Truppenaufmärsche an die Fronten wurde fast ausschließlich mit der Bahn organisiert.
Das dunkelste Kapitel der Geschichte der DRG im Krieg war die Beteiligung am Holocaust. An den Transporten von
Millionen Juden in die Vernichtungslager hatte die Eisenbahn entscheidenden Anteil. Diese und andere Transporte wurden
in den späteren Kriegsjahren immer mehr zum Ziel aliierter Bombenangriffe. Trotz massiver Zerstörungen an Fahrzeugen
und Strecken hielt die DRG den Betrieb bis Kriegsende in erstaunlichem Maße aufrecht. Mit dem Einmarsch der Aliierten
und der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 bricht das Eisenbahnwesen zusammen und die Epoche II b endet.
Epoche II c
1945-1949
Deutsche Reichsbahn Gesellschaft DRG

1945 war der 2. Weltkrieg zu Ende. Deutschland lag in Trümmern. Die Eisenbahn war schwer getroffen von den
Bombenangriffen und die Eisenbahn-Infrastruktur lag am Boden. Deutschland wurde nun von den vier Siegermächten
regiert, die ein funktionierendes Eisenbahnsystem als absolut notwendig erachteten. So kam es, daß bereits wenige Wochen
nach Kriegsende wieder die ersten Züge fuhren. Meist waren sie den Siegertruppen vorbehalten. Dennoch begann der
Wiederaufbau der Strecken erstaunlich rasch. Im Westen verkehrten bereits 1947 wieder eine große Zahl vom
Fernreisezügen und auch Auslandsverbindungen kamen rasch hinzu. Noch stand die Eisenbahn unter Verwaltung der
Aliierten, dies änderte sich jedoch bereits 1949 mit der Gründung der "Bundesrepublik Deutschland". Wenige Wochen
später wurde dann die Deutsche Reichsbahn aufgelöst und in ein neues Unternehmen übertragen. Die "Deutsche
Bundesbahn" entstand und damit endet die Epoche II.
Epoche III a
1949 bis ca 1956
Deutsche Bundesbahn Deutsche Reichsbahn (DDR)

Mit der Gründung der Bundesrepublik und der Deutschen Bundesbahn (1949) begann auch der endgültige Wiederaufbau des
durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Eisenbahnwesens. Dabei faßte die DB auch die langfristige Ablösung der
Dampfloks ins Auge. Bereits in den 50er Jahren wurden die ersten elektrischen Lokomotiven abgeliefert. Gleichzeitig wurde
in moderne Diesellokomotiven investiert. Die Elektrifizierung schritt stetig voran und bis in die 60er Jahre waren rund die
Hälfte der DB-Strecken elektrisch befahrbar. Mit der elektrischen Zugförderung stieg auch die Reisegeschwindigkeit rapide
an.
Im Osten Deutschland wurde im Jahre 1949 ein anderer deutscher Staat gegründet, die " Deutsche Demokratische
Republik", DDR. Der unter sozialistischer Kontrolle entstandene Staat war eisenbahntechnisch an den Anfang des 20. Jh.
zurückgeworfen worden. Durch Demontagen und Transporte von Reparationen in die Sowjetunion wurde der Deutschen
Reichsbahn ein Schlag versetzt, von dem sie sich lange nicht erholen konnte. Bemerkenswert ist, daß in der DDR die
Deutsche Reichsbahn weiterbestand, war der Name doch eng mit dem Nationalsozialismus verbunden. Der Grund ist jedoch
einfach: Die Reichsbahn erhielt bald nach Kriegsende vom aliierten Kontrollrat die Betriebsrechte für ganz Berlin. Da der
Name an die Rechte gekoppelt war, hätte eine Namensänderung zwangsläufiig zu deren Erlöschen geführt, was die DDR
natürlich verhindern wollte. So arrangierte man sich mit dem Namen.
Epoche III b
bis ca 1967/68
Deutsche Bundesbahn Deutsche Reichsbahn (DDR)

Mit der Epoche III b hielt das Computerzeitalter auf deutschen Schienen Einzug. Alle Loks und Wagen wurden nach der
nun gültigen UIC-Nummer bezeichnet. Waren vorher Eloks meist mit einem vorangestellten "E", Dieselloks mit einem "V"
vor der Nummer bezeichnet, begannen Elok-Nummern nun mit einer "1", Dieselloks mit einer "2". Für die Reisezugwagen
trat ebenfalls ein neues Nummernschema in Kraft. Eine weitere bedeutende Neuerung der 60er Jahre ist die Abschaffung der
3. Klasse und die Aufwertung der 2. Wagenklasse. Für die Reisenden war der Unterschied nun klar zu erkennen. Wagen der
ersten Klasse waren meist blau, Wagen der zweiten Klasse meist grün lackiert.
Die 60er Jahre sind auch die Zeit der rein erstklassigen DB-Nobelzüge "Rheingold" und "Rheinpfeil" die mit
Spitzengeschwindigkeiten von 160 km/h aufwarten konnten. Ende der 60er vergab die DB den Auftrag zum Bau einer neuen
Schnellzuglokomotive mit 200 km/h Spitze. Die Baureihe E03 (später 103') wurde zunächst in vier Prototypen abgeliefert,
die ausgiebig getestet wurden. Bis zur Ablieferung der Serienmaschinen übernahmen diese Loks auch "Rheingold" und
"Rheinpfeil". Durch höhere Geschwindigkeiten sanken die Reisezeiten deutlich, und die Bahn erlangte ein großes Maß an
Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Auto zurück.
Epoche IV
1970 - 1990
Deutsche Bundesbahn Deutsche Reichsbahn (DDR)

"Doppelt so schnell wie das Auto, halb so schnell wie das Flugzeug", mit diesem Slogan führte die DB 1971 das InterCity
System ein. Bespannt wurden diese Züge fast ausschließlich mit den neuen Serienloks 103' von denen bis 1974 145 Stück an
die DB geliefert wurden. Das Ende der 70er Jahre läutete auch das Ende der Dampfloks ein, deren Dienste nun durch die
großen Stückzahlen an E- und Dieselloks entbehrlich geworden waren. Mit dem Werbetext "Unsere Loks gewöhnen sich das
Rauchen ab" warb die Bahn für den Traktionswechsel, die neuen, stärkeren und sauberen Loks waren sehr beachtet.
1979 wurde das InterCity System um die 2. Klasse erweitert und damit auch dem "gewöhnlichen" Reisenden zugänglich. Die
80er Jahre standen ganz im Zeichen des aufkommenden Hochgeschwindigkeitsverkehrs. Der von der DB entwickelte
"InterCity- Experimental", der Vorläufer der heutigen ICEs, wurde zum Erprobungsträger. Auf Prüfständen erreichten die
Triebköpfe problemlos 500 km/h. Der Höhepunkt in der Entwicklung des ICE wurde am 1. Mai 1988 erreicht. Auf einem
Teilstück der gerade fertiggestellten Neubaustrecke Hannover - Würzburg fuhr der Zug mit 406,9 km/h Weltrekord für
Schienenfahrzeuge. Außerdem führte die DB ein neues Farbkonzept und ein neues Produkt ein - den Interregio. Die
Interregios sollten eine wertvolle Ergänzung des IC-Systems darstellen. Das neue Farbkonzept sah eine orientrote
Lackierung der Lokomotiven mit weißem "Brustlatz" vor. Ein Teil der Maschinen der Baureihe 103 waren die ersten Loks
im neuen Lack und bespannten auch das neue Erfolgspaket Interregio.
In der DDR wurde infolge der Ölkrisen der Jahre 1973 und 1976 ebenfalls die Elektrifizierung der Hauptstrecken
vorangetrieben. Profitierte die Reichsbahn bis dato von den billigen Öllieferungen aus der Sowjetunion für ihre Dieselloks,
mußte man sich nun nach einem neuen Konzept umsehen. Dennoch verlief die Elektrifizierung der Strecken bis zum Ende
der DDR nur schleppend. Bemerkenswert ist jedoch die Wahl des Stromsystems. Statt für eines im Ostblock gebräuchlichen
Systems entschied sich die Führung der Reichsbahn für den ebenfalls bei der Bundesbahn verwendeten 15kV Bahnstrom
mit 16. Hz. Dies sollte sich bei der Wiedervereinigung als weiser Schritt herausstellen, denn so konnten die beiden
Bahnsysteme problemlos miteinander verknüpft werden.
Am 9. November 1989 passierte dann das Unerwartete. Nach 40 Jahren endete infolge des Mauerfalls die Existenz der DDR.
Die beiden deutschen Bahnen DB und DR hatten nun einen gemeinsamen Betrieb zu organisieren, wobei die Reichsbahn als
"Sondervermögen" geführt wurde. Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 endete auch die Epoche IV.
Epoche V
ab 1990 bis ca. 2004

Deutsche Bundesbahn Deutsche Reichsbahn ab 01.01.1994 Deutsche Bahn AG
1991 nimmt der ICE seinen Liniendienst auf. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h auf den Neubaustrecken wird eine
völlig neue Dimension des Reisens eröffnet. Mitte der 90er Jahre erreichen dann die betagten 103er mit ihren InterCity
Zügen erstmals Berlin. Ein Ereignis, daß in den 70ern bei Ablieferung der 103 niemand für möglich gehalten hatte.
Dennoch bedeuten die späten 90er Jahre auch das Ende der 103. 1996 treten die neuen Schnellfahrloks der Baureihe 101
den Dienst an, mit denen auch das neue Farbschema "Verkehrsrot" eingeführt wird.. Dennoch sind die 103, deren Bestand
bis auf wenige Maschinen geschrumpft ist, noch immer im Einsatz.
Das Jahr 1994 ist erneut das Jahr einer Wiedervereinigung. Am 1. Januar werden die Deutsche Bundesbahn und die
Deutsche Reichsbahn in der Deutschen Bahn AG zusammengeführt. Daraus folgt auch ein eklatanter Umbruch. Die
Bahnreform vom 1994 hat aus den ehemaligen Staatsunternehmen Bundesbahn und Reichsbahn eine private Gesellschaft
gemacht, die aber nach wie vor im Besitz der Bundesrepublik Deutschland ist. Dennoch strebt das Unternehmen den
Börsengang an. Ein Ziel, daß bis dato noch nicht verwirklicht worden ist.
1998, im 8. Jahr des deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehrs, wird durch das ICE Unglück von Eschede das Vertrauen in
die Sicherheit der Bahn nachhaltig erschüttert.
Zur Jahrtausendwende sind 4 Generationen von ICE Zügen auf DB-Gleisen unterwegs (ICE 1, ICE 2, ICE-T, ICE - 3) Der
ICE -3, der jüngste Sproß der ICE-Familie, nahm im Jahr 2000 zur Expo in Hannover seinen Dienst auf.
Epoche VI
ab ca. 2005
Deutsche Bahn AG

Durch die rasante Entwicklung in den letzten Jahren gab es bereits früh Forderungen, eine neue Epoche VI einzuführen. So
erschien Ende 2007 erstmals in der NEM 800 eine Beschreibung der Epoche VI. Als Übergangszeitraum wurden die Jahre
2005 bis 2010 definiert. Charakteristisch für die neue Epoche sind die Einführung der neuen 12-stelligen UIC-Nummer und
das Zusammenwachsen der nationalen Schnellfahrstrecken im Personenverkehr, die parallele Nutzung des Netzes durch
private Eisenbahnunternehmen und staatliche Eisenbahnen, sowie die immer stärkere Dominanz vom Trieb- und
Wendezügen im Personenverkehr. Konkret und eindeutig läßt sich die Epoche VI jedoch erst im Nachhinein bestimmen und
beschreiben. Dies wird der Fall sein, wenn über die Epoche VII diskutiert wird..
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